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          • Soziales Lernen: Gewaltfreie Kommunikation (GFK)

          • Die Artikel sind so geordnet, dass der neueste immer oben ist.
            Will man die Entwicklung der AG betrachten, sollte man also unten anfangen.

             

        • 22.06.26: In der Giraffenstunde Bedürfnisse im Blick haben

           

          Die letzten Giraffenstunden des Schuljahres drehten sich um menschliche Bedürfnisse. Die Kinder der 2a und 2b haben viele ganz unterschiedliche Bedürfnisse kennengelernt und überlegt, welches Bedürfnis für sie selbst besonders bedeutsam ist.

          Was brauche ich?

          Anerkennung, Wertschätzung, Ruhe, Bewegung, Kraft, Gesehenwerden, Lernen, Spiel, Liebe, Verbundenheit, Freundschaft, Trost, Sicherheit, Schutz, Ordnung, Klarheit, Struktur, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, … Die Liste der Bedürfnisse ist lang.

          Bedürfnisse haben eines gemeinsam: Sie sind universell, das bedeutet, dass jeder Mensch die gleichen Bedürfnisse hat. Wir streiten uns seltener über Bedürfnisse, sondern geraten eher über die Strategien in Konflikt, mit denen wir unsere jeweiligen Bedürfnisse erfüllen möchten.

          Das Bedürfnis, sich irgendwann entspannen zu wollen, kennt jeder. Dennoch entspannt sich jeder auf unterschiedliche Weise. Der eine braucht dafür Sport und Bewegung, die andere ein gutes Buch, die nächste Person hört lieber Musik.

          Konflikte entstehen gelegentlich auch dann, wenn Menschen in derselben Situation unterschiedliche Bedürfnisse haben. Lene braucht Ruhe und Entspannung, Till dagegen Aufmerksamkeit und Gesehenwerden. In der Pause auf dem Schulhof kann dies schnell zu Unstimmigkeiten führen. Sich darüber auszutauschen und sich bewusst zu machen, dass wir in derselben Situation ganz individuelle Bedürfnisse haben, kann helfen, unser Gegenüber besser zu verstehen.

          Sein Bedürfnis zu kennen, ist ein wichtiger Schlüssel im Rahmen der Giraffensprache (Gewaltfreie Kommunikation), denn Bedürfnisse bestimmen unsere Gefühle.

          Nach dem Kennenlernen der Bedürfnisse haben sich die Kinder auf einen Bedürfnis-Spaziergang begeben. Sie lasen kurze Geschichten, in denen sich Schulkinder in Konfliktsituationen befanden. Dabei galt es herauszufinden, welches Bedürfnis das Kind in der jeweiligen Situation hatte.

          Das Ziel dahinter: Wenn ich gelernt habe, meine Gefühle und Bedürfnisse zu benennen, kann ich genau erklären, was gerade in mir vorgeht. Wenn mein Gegenüber das ebenfalls kann, kommen wir in einen Dialog und können gemeinsam nach einer Lösung suchen.

          Der Giraffenweg nutzt dafür folgende Schritte:

          1. Ich sage, was ich in der Konfliktsituation beobachtet habe. Ich erzähle nur das, was eine Kamera aufnehmen könnte. Bewertungen gehören nicht dazu.

          2. Ich sage, wie ich mich in der Situation fühle.

          3. Ich sage, was ich gerade brauche.

          4. Ich formuliere eine ganz konkrete Bitte an mein Gegenüber.

          Der Giraffenweg ist eine konkrete Anleitung, Konflikte achtsam und wertschätzend im Sinne beider Konfliktpartner zu lösen.

          Mit dem Wunsch, dass die Zweitklässler nach einem Jahr Giraffensprache den einen oder anderen Impuls der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) mitgenommen haben, geht das Schuljahr nun zu Ende. Mögen die wertvollen Ansätze der GFK im nächsten Schuljahr ein wenig Früchte tragen.

        • 18.05.26: Giraffensprache ist Übungssache

          In mehreren Giraffenstunden haben sich die Klassen 2a und 2b intensiv mit Gefühlen beschäftigt. Besonders gut kamen dabei die Monster-Gefühlskarten bei den Schülerinnen und Schülern an. Jede Karte zeigt ein Gefühl mit einem passenden Monster. Auf der Rückseite befinden sich kurze, kindgerechte Erklärungen zu den einzelnen Gefühlen, sodass die Kinder auch selbstständig mit den Karten arbeiten können.

          Wenn man sich längere Zeit mit Gefühlen beschäftigt, sie benennen und erklären kann, lässt sich dieses Wissen auch in konflikthaften Situationen nutzen.

          Anhand einer Bildkarte, die zwei Kinder am Strand zeigt, haben wir gemeinsam überlegt, welche Gefühle die Kinder haben könnten. Auf dem Bild ist zu sehen, wie ein Mädchen mit Kopfhörern und einer Musikbox in der Hand achtlos durch den Sand läuft und dabei über eine Sandburg tritt. Ein Junge kniet daneben und schaut auf seine zerstörte Sandburg.

          Gemeinsam ordneten wir dem Mädchen und dem Jungen passende Gefühlskarten zu.

          Schnell haben wir gemerkt: Gefühle anderer kann man nur vermuten. Nur die Person selbst kann sagen, wie sie sich gerade fühlt. Deshalb ist es wichtig zu fragen:

          Wie fühlst du dich?

          Was brauchst du gerade?

          Was wünschst du dir?

           

          In Rollenspielen haben wir anschließend versucht, die Situation nachzustellen und dabei die Giraffensprache anzuwenden. Dabei orientierten wir uns am „Giraffenweg“:

          1. Gefühle benennen („Ich bin verärgert und enttäuscht.“)

          2. Bedürfnisse formulieren („Mir ist wichtig, dass du am Strand auf die Menschen um dich herum achtest.“)

          3. Eine Bitte oder einen Wunsch äußern („Ich wünsche mir von dir, dass du nicht auf meine Sandburg trittst. Könntest du genauer hinschauen, wo du hingehst?“)

           

          Gar nicht so leicht! Aber das ist Übungssache – und wir bleiben dran.

            

        • 2025/26: Giraffenstunde ist fester Bestandteil des Stundenplans in den zweiten Klassen

          Auch in diesem Schulhalbjahr beschäftigen wir uns in den Klassen 2a und 2b mit der vom amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelten Giraffensprache. 🦒

          Dabei geht es darum, seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen und zu formulieren. Meistens sind unterschiedliche Bedürfnisse der Grund für Konflikte. Wenn ich gelernt habe über meine Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen, habe ich auch meist mehr Verständnis für die Situation einer anderen Person. In Konflikten kann ich dadurch viel empathischer und gelassener reagieren.

          Die Giraffenstunde ist für den 2. Jahrgang ein fester Bestandteil im Stundenplan und findet parallel zur Betreuungszeit statt. Im 14-tägigen Rhythmus treffen sich die Kinder der jeweiligen 2. Klassen mit Frau Bahr-Dorsch und sprechen über angenehme und unangenehme Gefühle. Die Kinder erzählen von ihren Erfahrungen und lernen dabei zeitgleich immer neue, ihnen bisher unbekannte Gefühlsausdrücke kennen. Wertvolle Unterstützung erhält Frau Bahr-Dorsch durch die pädagogischen Mitarbeiterinnen Frau Tieke und Frau Dumstorff sowie von der Schulbegleiterin Frau Thiel. 

          Was bedeutet optimistisch, bekümmert oder erfüllt? Das hilft den Zweitklässlern, ihre Gefühle viel präziser auszudrücken. Zudem stärkt diese Stunde das Vertrauen der Kinder untereinander, was zu einer guten Klassengemeinschaft beiträgt.

          Auch wertschätzende Ich-Botschaften sind immer wieder Thema in diesen Stunden. Wie kann ich das, was ich brauche, dem anderen Kind sachlich und ehrlich erklären. Das nennen wir Giraffensprache. Dabei helfen Satzanfänge wie:

          • Ich wünsche mir von dir, dass…
          • Ich brauche jetzt…
          • Ich möchte gerne, dass…
          • Mir ist wichtig, dass…
          • Ich bitte dich darum, dass…

          In diesem Zusammenhang sprechen wir auch über die Wolfssprache, die das Gegenteil der Giraffensprache ist.

          • Was ist eigentlich Wolfssprache?
          • Wenn jemand mit mir in der Wolfssprache redet, wie fühlt sich das für mich an?
          • Wie ist es, wenn der gleiche Inhalt in der Giraffensprache wiedergegeben wird?
          • Macht dies einen Unterschied für mich und wenn ja, welchen?

          „Du bist schuld, dass wir nicht gewonnen haben“ (Wolfssprache) beinhaltet einen Vorwurf und auch Kritik, was dazu führt, dass ich mich schlecht fühle. Keine guten Voraussetzungen, um eine Auseinandersetzung zu lösen. „Ich wünsche mir, dass du beim nächsten Spiel den Ball öfter abgibst“ (Giraffensprache) klingt da ganz anders. Dies ist keine Beschuldigung, sondern ein geäußerter Wunsch und zugleich eine Lösungsidee, die zu einem gemeinsamen Gespräch einlädt.

          Wenn ich lerne, so mit anderen Menschen zu reden, wird das Miteinander viel freundlicher und wertschätzender sein. Eine wichtige Kompetenz fürs Leben! Die Kinder der Klassen 2a und 2b sind auf jeden Fall auf einem guten Weg dahin.

           

           

        • 2024/25: Klasse 2 lernt „giraffisch“

          Die Giraffensprache basiert auf der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, kurz GFK. Diese umfasst 4 Schritte (Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche/Bitten) und hilft bei Konflikten und Streit.

          Die Giraffensprache unterstützt dabei, so miteinander ins Gespräch zu kommen, dass sich beide Seiten verstanden fühlen, weil auf die Bedürfnisse beider Konfliktpartner Rücksicht genommen wird. Diese Wertschätzung beider Seiten ermöglicht eine Lösungsfindung.

          Marshall B. Rosenberg hat die Giraffe als Symbol für diese Art der Kommunikation gewählt, weil die Giraffe das Landtier mit dem größten Herzen ist und ihr der lange Hals einen guten Blick „von oben“ verschafft. Als Voraussetzung für die GFK braucht es Verständnis und Empathie füreinander und die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln. Nur so kann ein gutes Miteinander gelingen. Giraffensprache will also geübt sein.

          Für Klasse 2 finden diese Übungen jeden Freitag im Rahmen des Sozialen Lernens statt. Dann treffen sich die Kinder unter der Leitung von Frau Bahr-Dorsch, um die Giraffensprache kennenzulernen und sich damit zu beschäftigen. Große Unterstützung erhalten sie dabei von Simone und Ebby.

           

          Das haben die Zweitklässler schon erfahren dürfen:

          Ein großes Herz ist wichtig, um einen anderen Menschen zu verstehen und nachvollziehen zu können, wie es ihm gerade geht. Alle haben überlegt, wer oder was in ihrem großen Herzen wohnt und einen besonderen Platz hat. Es wurde ein Herz gestaltet und darüber erzählt.

          Zudem haben die Zweitklässler angefangen, sich mit ihren eigenen Gefühlen zu beschäftigen. Dazu sind sie in die Turnhalle gegangen und haben Körperreisen zu verschiedenen Gefühlen (Freude, Angst, Wut, Trauer, Scham und Dankbarkeit) gemacht. Körperreisen sind Übungen, die helfen, ganz ruhig zu werden und in den Körper hinein zu spüren. Die Gefühle, die die Kinder dabei wahrgenommen haben, wurden mit einer bestimmten Farbe in einen Körperumriss eingezeichnet. Anschließend haben alle darüber miteinander gesprochen. Sich über Gefühle auszutauschen ist gut, denn alle haben gemerkt, wie verschieden Gefühle sein können und wie wichtig Verständnis füreinander ist.

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