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          • Soziales Lernen: Gewaltfreie Kommunikation (GFK)

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            2024/25: Klasse 2 lernt „giraffisch“

            Die Giraffensprache basiert auf der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, kurz GFK. Diese umfasst 4 Schritte (Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche/Bitten) und hilft bei Konflikten und Streit.

            Die Giraffensprache unterstützt dabei, so miteinander ins Gespräch zu kommen, dass sich beide Seiten verstanden fühlen, weil auf die Bedürfnisse beider Konfliktpartner Rücksicht genommen wird. Diese Wertschätzung beider Seiten ermöglicht eine Lösungsfindung.

            Marshall B. Rosenberg hat die Giraffe als Symbol für diese Art der Kommunikation gewählt, weil die Giraffe das Landtier mit dem größten Herzen ist und ihr der lange Hals einen guten Blick „von oben“ verschafft. Als Voraussetzung für die GFK braucht es Verständnis und Empathie füreinander und die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln. Nur so kann ein gutes Miteinander gelingen. Giraffensprache will also geübt sein.

            Für Klasse 2 finden diese Übungen jeden Freitag im Rahmen des Sozialen Lernens statt. Dann treffen sich die Kinder unter der Leitung von Frau Bahr-Dorsch, um die Giraffensprache kennenzulernen und sich damit zu beschäftigen. Große Unterstützung erhalten sie dabei von Simone und Ebby.

             

            Das haben die Zweitklässler schon erfahren dürfen:

            Ein großes Herz ist wichtig, um einen anderen Menschen zu verstehen und nachvollziehen zu können, wie es ihm gerade geht. Alle haben überlegt, wer oder was in ihrem großen Herzen wohnt und einen besonderen Platz hat. Es wurde ein Herz gestaltet und darüber erzählt.

            Zudem haben die Zweitklässler angefangen, sich mit ihren eigenen Gefühlen zu beschäftigen. Dazu sind sie in die Turnhalle gegangen und haben Körperreisen zu verschiedenen Gefühlen (Freude, Angst, Wut, Trauer, Scham und Dankbarkeit) gemacht. Körperreisen sind Übungen, die helfen, ganz ruhig zu werden und in den Körper hinein zu spüren. Die Gefühle, die die Kinder dabei wahrgenommen haben, wurden mit einer bestimmten Farbe in einen Körperumriss eingezeichnet. Anschließend haben alle darüber miteinander gesprochen. Sich über Gefühle auszutauschen ist gut, denn alle haben gemerkt, wie verschieden Gefühle sein können und wie wichtig Verständnis füreinander ist.

        • 2025/26: Giraffenstunde ist fester Bestandteil des Stundenplans in den zweiten Klassen

           

          Auch in diesem Schulhalbjahr beschäftigen wir uns in den Klassen 2a und 2b mit der vom amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelten Giraffensprache. 🦒

          Dabei geht es darum, seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen und zu formulieren. Meistens sind unterschiedliche Bedürfnisse der Grund für Konflikte. Wenn ich gelernt habe über meine Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen, habe ich auch meist mehr Verständnis für die Situation einer anderen Person. In Konflikten kann ich dadurch viel empathischer und gelassener reagieren.

          Die Giraffenstunde ist für den 2. Jahrgang ein fester Bestandteil im Stundenplan und findet parallel zur Betreuungszeit statt. Im 14-tägigen Rhythmus treffen sich die Kinder der jeweiligen 2. Klassen mit Frau Bahr-Dorsch und sprechen über angenehme und unangenehme Gefühle. Die Kinder erzählen von ihren Erfahrungen und lernen dabei zeitgleich immer neue, ihnen bisher unbekannte Gefühlsausdrücke kennen.

          Was bedeutet optimistisch, bekümmert oder erfüllt? Das hilft den Zweitklässlern, ihre Gefühle viel präziser auszudrücken. Zudem stärkt diese Stunde das Vertrauen der Kinder untereinander, was zu einer guten Klassengemeinschaft beiträgt.

          Auch wertschätzende Ich-Botschaften sind immer wieder Thema in diesen Stunden. Wie kann ich das, was ich brauche, dem anderen Kind sachlich und ehrlich erklären. Das nennen wir Giraffensprache. Dabei helfen Satzanfänge wie:

          • Ich wünsche mir von dir, dass…
          • Ich brauche jetzt…
          • Ich möchte gerne, dass…
          • Mir ist wichtig, dass…
          • Ich bitte dich darum, dass…

          In diesem Zusammenhang sprechen wir auch über die Wolfssprache, die das Gegenteil der Giraffensprache ist.

          • Was ist eigentlich Wolfssprache?
          • Wenn jemand mit mir in der Wolfssprache redet, wie fühlt sich das für mich an?
          • Wie ist es, wenn der gleiche Inhalt in der Giraffensprache wiedergegeben wird?
          • Macht dies einen Unterschied für mich und wenn ja, welchen?

          „Du bist schuld, dass wir nicht gewonnen haben“ (Wolfssprache) beinhaltet einen Vorwurf und auch Kritik, was dazu führt, dass ich mich schlecht fühle. Keine guten Voraussetzungen, um eine Auseinandersetzung zu lösen. „Ich wünsche mir, dass du beim nächsten Spiel den Ball öfter abgibst“ (Giraffensprache) klingt da ganz anders. Dies ist keine Beschuldigung, sondern ein geäußerter Wunsch und zugleich eine Lösungsidee, die zu einem gemeinsamen Gespräch einlädt.

          Wenn ich lerne, so mit anderen Menschen zu reden, wird das Miteinander viel freundlicher und wertschätzender sein. Eine wichtige Kompetenz fürs Leben! Die Kinder der Klassen 2a und 2b sind auf jeden Fall auf einem guten Weg dahin.

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